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Bin ich feig?

Apr 28, 2022

Am Freitag vor Ostern bekam ich eine WhatsApp Nachricht einer meiner besten Freundinnen: Magst du mit mir mit einer Hilfslieferung am Ostermontag in die Ukraine fahren? Zurück voraussichtlich mit Menschen …

Ich weiß nicht, ob du das nachvollziehen kannst, aber in der Sekunde hatte ich gefühlt 1000 Gedanken: was macht sie da, ist sie wahnsinnig in ein Kriegsgebiet zu fahren. Wow, ist die mutig, die traut sich was, die macht was, die Idee ist ja völlig bescheuert, für so was gibt es Hilfsorganisationen, die sind Profis, die wissen was sie tun …

Ich fühlte mich verpflichtet und dachte nur: bitte nicht zu Ostern, ich will endlich mal frei haben….gemütlich in der Sonne sitzen, nichts tun

... alles gleichzeitig, mein Hirn rattert da richtig dahin – kennst du das auch?

Eines war mir schnell klar, ich finde es mutig, ich bewundere Menschen, die was tun und nicht immer nur jammern, ich wollte helfen. Aber mich selbst 15 Stunden ins Auto setzen und möglicherweise in Gefahr begeben, das wollte ich definitiv nicht.

Was ich in meinem bisherigen Leben gelernt habe, auch wenn ich eine sogenannte „Schnell-Entscheiderin“ bin, ich bespreche oder berate mich mit Menschen aus meinem engeren Umfeld. Und so war eine ernst gemeinte Frage an einen mir nahestehenden Menschen: Bin ich feig, wenn ich meiner Freundin absage? Ja, das hat mich beschäftigt. Ich bin bekannt als Frau der Tatkraft. In manchen Dingen empfinde ich mich als „Role-Model“, möchte andere inspirieren, möchte Vorbild sein … aber bei der Sache ... ich glaube, ich fühlte es intuitiv ... da war mein Herz nicht voll dabei. Und ohne Herz und volle innere Überzeugung fehlt mir der Mut – und das ist gut so!

Meine Lehre daraus: Mach nie etwas, wo du nicht mit vollem Herzen überzeugt bist! Im Gegensatz zu meiner Freundin habe ich nicht die starke persönliche Beziehung wie sie zur Ukrainekrise. Sie hat eine Freundin aus der Ukraine bei sich aufgenommen, ihr eine Wohnung besorgt, inzwischen sind Familienmitglieder, Freunde  nach gekommen … sie ist voll involviert, täglich im Austausch … es ist eine Herzenssache für sie geworden. Und ich bewundere sie dafür, wie sie als alleinerziehende Mutter mit 2 pubertierenden Söhnen und ihrer Arbeit das alles unter einen Hut bringt, Respekt! Es zeigt wieder einmal, wenn dir was wichtig ist, zählst du keine Stunden, ist kein Aufwand zu groß – du machst es einfach!

Wie ist die Sache für mich ausgegangen?

Ich habe meiner Freundin Bescheid gegeben, dass ich nicht mitfahren werde, ihr gratuliert zu ihrem Mut und ihrer Tatkraft und angeboten – wenn es Sinn macht – eine Geldspende beizutragen für Lebensmittel oder was notwendig ist. Erfreut hat sie diese Spende angenommen und … sie ging einkaufen … sie hat mir Fotos geschickt.

Und mein Hirn ratterte wieder. Ich muss ja schon lachen und bin froh, wie schnell ich meine Muster erkenne. Ich sah die Fotos und mein Ernährungsberaterinnen-Hirn ratterte los … was Dosen-Nahrung? Was hast du da gekauft von „meinem“ Geld – Schokolade? Ich war sofort wieder in der Bewertung … meine Besserwisserin in mir hat voll zugeschlagen: Linsen, Getreide….Obst, Gemüse, das alles hätte viel mehr Nährwert, gesundes Essen bitte einkaufen!!!!!

Wie gesagt, ich stecke NULL, absolut NULL drin in der Ukrainekrise, hab kein einziges Wort mit Betroffenen gesprochen, kenne weder ihre Bedürfnisse, noch weiß ich genau, was sie brauchen – aber ich glaube, es BESSER zu WISSEN und war fast etwas enttäuscht von meiner Freundin. Aber nur kurz! Denn ich habe gelernt, meine Gedanken zu kontrollieren .. .und noch viel wichtiger, ich habe gelernt, auch andere Perspektiven wahrzunehmen ... mich „in die Schuhe des anderen“ zu stellen, anderen etwas zuzutrauen, sie ernst zu nehmen. In gefühlt 10 Sekunden hatte ich mich korrigiert mit Mantren wie: Meine Freundin weiß was sie tut, sie ist Mama, ihre Kinder sind wohlgeraten und gesund, sie ist mit ihren Freunden aus der Ukraine in Austausch, sie weiß, was die Menschen brauchen, es gibt keine Kochmöglichkeiten, Kinder freuen sich über Schokolade.

ALLES IST GUT, das Geld ist gut investiert, es wird Menschen nähren, es wird helfen!

Kennst du das auch? Ich sag dir, manchmal ist dieses viele Hirn-Gedenke echt anstrengend. Wir könnten uns alle diesen Mist sparen. Wie wäre es, wenn wir anderen einfach zutrauen, dass sie wissen, was sie tun? Anderen Wertschätzung entgegen bringen … 5 gerade sein lassen … nicht alles bemängeln oder besser wissen wollen. Die Welt wäre friedlicher ... und für uns wäre es einfacher.

Wenn ich mir was wünschen darf: STOP THINKING … schicke LIEBE statt dessen, es wird dir gut tun, weniger Stress, weniger komplizierte Gedanken, weniger Streit. Schluss mit Bewertungen und besser wissen.

Irene, Birgit, Volki….danke für euren mutigen Einsatz! Es ist schön und wertvoll, Freunde, wie euch zu haben!

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