Dr. Claudia Nichterl - Akademie für integrative Ernährung

Gesund durch den Winter mit integrativer Ernährung & Weihnachtsbäckerei!

Dec 06, 2023

Hältst du in deiner Praxis auch einen Teller mit köstlichen Keksen, Plätzchen, Lebkuchen oder anderen Köstlichkeiten bereit?

Aber ...

du hast bestimmt auch jene Kunden die bei den Leckereien zunächst an die Kalorien, den Zucker oder die fatale Auswirkungen auf ihre Gesundheit denken und mit dem Kopf schütteln und sagen oder denken .... wie kann sie nur ...

Sie sorgen sich sehr um ihr Wohlbefinden und achten stets auf eine "gesunde Ernährung". Auf dem Weihnachtsmarkt machen sie einen großen Bogen um den Stand mit den Leckereien, wünschen sich aber auch in der kalten Jahreszeit kulinarische Freuden, Wärme und Geborgenheit. Diesem Dilemma zwischen der Freude am Genuss und dem Ziel gesund zu bleiben haben wir, die wir ganzheitlich denken eine klare Antwort zugeben.

Denn ... Was wäre die Adventszeit ohne Plätzchen und ohne die kleinen süßen Naschereien?

Was wäre die Adventszeit ohne Kerzenlicht, den Geruch von Zimt und gebrannten Mandeln und ohne die Hitze des Backofens?

Ohne diese Zutaten wäre es sicher nicht ganz so weihnachtlich, denn bereits ein warmer Hauch von Zimt oder das verführerische Aroma von frisch gebackenen Leckereien kündigen die Weihnachtszeit an. Viele von uns freuen sich darauf.

Es spendet Wohlgefühl, Wärme & Geborgenheit.

Angst und Sorgen sind viel zu oft tägliche Begleiter - da soll Ernährung nicht auch noch zusätzlich Sorgen bereiten, sondern unterstützen und Wohlgefühl verbreiten.

Du erfährst in diesem Blog-Artikel wie man ohne schlechtes Gewissen genussvoll Naschen kann und wie integrative Ernährung dabei unterstützt, es sicher und kompetent zu vermitteln.

In diesem Beitrag findest du:

  1. Die Adventszeit und ihre süßen Verlockungen: Zucker und Genuss
  2. Der süße Geschmack
  3. Naschen ohne schlechtes Gewissen
  4. Stärke dein Yin mit diesem Keksrezept

 

Die Adventszeit und ihre süßen Verlockungen: Zucker und Genuss

Zucker dient heute häufig dazu, das Verlangen nach Süßem zu stillen. Zucker alleine ist aber kein hochwertiges Nahrungsmittel, das dem Körper wertvolle Nährstoffe liefert. Wird Zucker, im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung bei Einhaltung einer bedarfsgerechten Energiezufuhr, als Genussmittel eingesetzt und nur in moderaten Mengen verzehrt, gilt er soweit als unbedenklich. (lies mehr dazu in meinen Zucker-Rant)

Es gilt der Lehrsatz von Paracelsus: „Die Dosis macht das Gift“.

Nicht empfehlenswert ist ein übermäßiger Zuckerkonsum. Zucker ist von Natur aus in Getreide, Obst und Gemüse enthalten und eine ausgewogene Ernährung liefert ausreichend von diesem Zucker in Form von komplexen Kohlenhydraten. Problematisch erweist sich Zucker aus Süßigkeiten, Limonaden und Getränken bzw. ist häufig „versteckter“ Zucker in Fertigprodukten, Joghurts, Müslis, Soft-Drinks und Saucen. So wird unser Körper von Kindesbeinen an mit viel zu viel Zucker überlastet. Oft leiden bereits junge Erwachsene an einer Insulin-Resistenz und/oder am metabolischen System. Die Folge ist, dass unser Körper in einen Teufelskreis gerät: Süße Naschereien geben uns zwar kurzfristig Energie, sind aber ohne zusätzlichen Wert und lösen den nächsten Heißhunger auf Süßes aus.

Die Verbraucher haben es nicht leicht, wenn übersüßte Frühstücksflocken die Regale in den Supermärkten füllen. Aber im Gegensatz zu handelsüblichen Süßigkeiten mit Zucker, künstlichen Aromen, Farb- und Konservierungsstoffen, können selbst gemachte Naschereien mit Obst oder hochwertigen Getreide kombiniert werden.

Der süße Geschmack

Die Vorliebe für die süße Geschmacksrichtung haben wir bereits von Geburt an. Schon die Flüssigkeit in der Gebärmutter enthält Zucker, auch Muttermilch besteht zu etwa 6 % aus Milchzucker – so werden wir früh mit dem süßen Geschmack vertraut und er vermittelt Geborgenheit und Sicherheit. Im chinesischen steht das Wort „gan“ für süß und bedeutet genau übersetzt „den Mund mit etwas drin, das Zufriedenheit vermittelt“.

In den chinesischen Schriften heißt es außerdem: Der süße Geschmack reist zur Milz. Das bedeutet, süß schmeckende Lebensmittel stärken unsere „Mitte“, genau genommen sind das die Organe Magen, Milz und Bauchspeicheldrüse. Süß baut Lebensenergie („Qi“) und Blut auf, harmonisiert und entspannt. Mit süßen Lebensmitteln sind aber nicht Süßspeisen gemeint, sondern Lebensmittel, die süß schmecken und nahrhaft sind, wie z. B. Wurzelgemüse, Getreide oder Rindfleisch. Diese haben von Natur aus einen hohen Süß-Anteil, der durch Kochen noch verstärkt wird. Achte darauf, wie zufrieden und genährt du dich nach einem guten Essen mit einer Rinder-Kraftbrühe oder Zutaten wie Karotten, Kartoffeln, Fenchel, Hirse oder Polenta fühlst. Es macht so satt, dass meist auch die Lust auf Süßigkeiten schwindet.

Naschen ohne schlechtes Gewissen

Die Lust auf Süßes ist ein natürliches Bedürfnis, welches erfüllt werden möchte. Mit süß schmeckenden Lebensmitteln, wie zum Beispiel selbst gemachten Naschereien kombiniert mit Obst oder hochwertigem Getreide, stärkst du deine Mitte.  

Starke Süßgelüste haben bei vielen Menschen auf körperlicher Ebene meist unterschiedliche Ursachen. Oft versucht dein Körper mit dem Bedürfnis nach Süßem Befriedigung oder Trost zu erlangen. Der Geschmack süß wird in den meisten Fällen als positiv empfunden und im Gehirn wird daraufhin das sogenannte Belohnungssystem aktiviert. Dies verursacht ein angenehmes Gefühl. Bei Stress oder Ärger ist das Verlangen nach einer süßen Belohnung besonders stark, da wir das positive Gefühl beim Verzehr von Süßem kennen. Emotionales Essen ist oft tief bei uns verankert.

Wie wäre es, wenn deine Kund:innen lernen neue Essgewohnheiten zu etablieren und den Automatismus beim Griff in die Süßigkeiten Schublade unterbrechen könnten? In meinem 8 Wochen Kurs "Mitte stärken" lernst du deine Konstitution kennen, etablierst neue Ernährungsstrukturen und ein neues Körperbewusstsein. Entlarve deine Trigger für emotionales Essen oder unterstütze deine Patient:innen und Klient:innen dabei mit ihren Gefühlen beim Essen umzugehen.

Häufig hängt das Verlangen nach Süßem auch mit einer schweren müden Erde zusammen, denn der süße Geschmack nährt und erfüllt die Erde. Wir können die Mitte aber auch mit gutem, zuckerfreiem Süß nähren.

In der traditionellen chinesischen Medizin ist der Winter die Zeit des großen Yin – die Zeit der Ruhe und Einkehr. Wir dürfen uns nun mit guten Gewürzen, nährenden Keksen und einer guten Tasse Tee verwöhnen. Empfehle deinen Kund:innen auch nährende Suppen und Eintöpfe, die auch deinem Bauch als gute Vorbereitung auf die Leckereien dienen. Sie schenken dir viel Wärme, genauso wie die wärmenden Gewürze Vanille, Zimt oder Sternanis. Gleichzeitig kann auch eine liebevolle Umarmung deine Erde stärken oder selbst gebackene Kekse. Probiere es gleich aus…

Stärke dein Yin mit diesem Keksrezept

Möchtest du ohne schlechtes Gewissen genießen? Dann probiere einfach mein Rezept aus, welches mit gesunden Zutaten kombiniert ist – und richtig schnell fertig ist. Du wirst sehen es schmeckt auch Deinen KundInnen – gib es gerne weiter.

 

Gewürz-Knusperkekse

30 Stück

 

100 g Butter,  50 g Kokosraspeln, 100 g Zucker, ½ Zimtpulver, 1 Prise Muskatnuss, gerieben, ½ TL Kardamompulver, 1 TL Ingwer, fein gerieben, 50 g Haferflocken, 2 EL heißes Wasser, 50g (Weizen)mehl, 2 TL Backpulver, ½ TL Kakaopulver

 

Backofen auf 180° C vorheizen. Butter schmelzen und mit Kokosraspeln und Zucker vermischen. Dann Zimtpulver, Muskatnuss, Kardamompulver, geriebenen Ingwer und die Haferflocken zufügen. Zum Schluss das heiße Wasser, das mit Backpulver vermischte Mehl und das Kakaopulver unterrühren.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit einem Teelöffel kleine Portionen der Keksmasse auf das Backpapier setzen. Genug Abstand zwischen den einzelnen Portionen lassen, da sich die Größe durch das Backen verdoppelt und ca. 10 Minuten goldbraun backen.

Im heißen Zustand sind die Gewürzknusperkekse noch weich und werden nach dem Auskühlen knusprig.

 

 

 

Herzlichst

Claudia & Team

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