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Gender Food - ein bedeutender Food Trend?

Jun 22, 2022
 

Für meine Recherche gibt es keinen besseren Ort als eine Supermarktkasse: Ein Blick in den Einkaufskorb verrät: Da ist das blau verpackte Müsli mit mehr Fett für den Mann und die fruchtige pinke Granola Alternative für die Dame. Eine Frau vor mir legt einen Frauentee der als “geheimnisvoll, lieblich und leicht” betitelt wird auf das Band. Für den Mann erblicke ich eine Teemischung mit herb-würzigen Zutaten wie Ginseng, Chili und Muskatblüte und dazu eine herzhaft dunkle, bittere Herrenschokolade.

 Der Verbraucher findet spezielle Lebensmittel für “Sie” und “Ihn”, die Produkte enthalten Botschaften und bewerben die Schönheit und das Wohlbefinden für die Frau und Kraft und Leistung für den Mann. 

 Spezielle Lebensmittel für Männer und Frauen sind also im Trend, aber brauchen wir diese maßgeschneiderten Produkte wirklich? Essen Männer und Frauen wirklich anders? Das erfährst du hier in meinem Blogartikel.

 

Genderfood im Trend: Inhalt für Sie und Ihn

  1. Was ist Gender Food
  2. So unterschiedlich essen Männer und Frauen
  3. Gender Food in der Integrativen Ernährung
  4. Rezept für SIE und IHN

 

Was ist Gender Food

Mit Gender Food sind Lebensmittel gemeint, die spezifisch auf das Konsum- und Ernährungsverhalten von Frauen und Männern abgestimmt sind.

Die Genderforschung im universitären Bereich entstand aufgrund unterschiedlicher Symptomatiken bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen und Männern. Frauen zeigten nach einem Herzinfarkt ein anderes klinisches Bild, welches anfangs oft übersehen wurde. Heute beschäftigt sich die Gendermedizin speziell damit, woran sich Unterschiede von Frauen und Männerleiden festmachen lassen. Laut Prof. Dr. Alexandra Kautzky-Willer von der Gender Medicine Unit der MedUni Wien, wird es zukünftig immer wichtiger werden, geschlechtsintensiv auf die individuellen Besonderheiten und Bedürfnisse der Menschen einzugehen und maßgeschneiderte Vorsorge- und Gesundheitsangebote zu haben.

Gender Food ist auch deswegen heute im Fokus, weil Männer und Frauen aufgrund körperlicher und hormoneller Unterschiede einen anderen Bedarf haben. Männer haben einen höheren Anteil an Muskelmasse und damit einen höheren Energiebedarf. Deswegen können Sie zu energiereicher Nahrung greifen. Frauen benötigen aufgrund ihres geringeren Energiebedarfs eine höhere Nährstoffdichte. Bei nährstoffreichen Lebensmitteln sollten sie zugreifen, um mit allen essentiellen Nährstoffen gut versorgt zu sein.

 Frauen und Männer essen also anders. Das hängt aber nicht nur mit einem anderen Kalorien- und Nährstoffbedarf zusammen, sondern hat auch sozio-kulturelle Ursachen.

 Dazu gehört auch, dass gesellschaftliche Erwartungshaltungen erfüllt werden wollen, wie etwa das Schlankheitsideal oder Disziplin zu beweisen. Fakt ist wohl, dass in unserer Gesellschaft Fleisch männlich besetzt ist und für Kraft, Stärke und Potenz steht. 

Während in der frühen Kindheit noch keine Unterschiede bestehen, essen Mädchen ab 8/9 Jahren mehr Gemüse und Jungen mehr Fleisch. Klischeehafte Bilder wie das Schnitzel mit Pommes und Bier für den Mann und der Salat mit dem Mineralwasser für die Frau liegen da nicht fern.

 

So unterschiedlich essen Männer und Frauen

Alles Vorurteile? Leider nicht, denn wissenschaftliche Studien bestätigen es: Frauen essen täglich ein Drittel mehr Gemüse und Obst als Männer. Männer konsumieren fast doppelt so viel Fleisch- und Wurstwaren pro Tag - rund 156 Gramm. Bei Frauen sind es nur 84 Gramm. Männer trinken 6mal so viel Bier wie Frauen. Dafür sind 3,5 Prozent der deutschen Frauen Vegetarierinnen, bei Männern sind es nicht einmal halb so viel: 1,5 Prozent Vegetarier.

Männer und Frauen stillen ihren Durst aber gleichermaßen gern mit Wasser.

Insgesamt sind Frauen gegenüber Ernährungstrends aufgeschlossener, damit werden sie aber auch zur wichtigsten Zielgruppe der Lebensmittelwerbung. So ist zum Beispiel Gender Food in Japan ein Trendmarkt. Der Tofuhersteller Otokamae Tofu Ten verspricht mit dem Lifestyle Produkt “Männer-Tofu” gute Ernährung für attraktive Männer, dabei entspricht dieser Artikel vor allem dem Geschmack der Frauen, die hier für den Einkauf zuständig sind.

 Zum Glück brechen aber auch viele Klischees wieder auf. Im Supermarkt beobachte ich ein verliebtes Pärchen, welches sich vor der veganen Kühltheke intensiv über das wohl beste und geeignetste Produkt für das Abendessen austauscht. Auch meine Erfahrung zeigt, dass sich immer mehr Männer für vegetarische und vegane Ernährung interessieren bzw. sich vegetarisch und vegan ernähren.

Es gibt sie also die Unterschiede zwischen der Ernährung von Männern und Frauen.

Nur der von Marketingabteilungen gepushte Food Trend Gender Food hilft uns dabei leider wenig. Es überrascht nicht, dass Trends wie Regional Food oder Fair Food viel stärker mit Gesundheit, Qualität und Genuss in Verbindung gebracht werden.

Letztendlich besteht das Geheimnis einer guten Ernährung darin sich abwechslungsreich mit frischen regionalen Lebensmitteln und gering verarbeiteten Zutaten zu versorgen. Jeder braucht gesunde Nährstoffe zum Leben, Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe, Kohlenhydrate und gesunde Fette.

 

Gender Food in der Integrativen Ernährung

Nach dem Denkmodell der TCM gibt es keine Unterscheidung zwischen Mann und Frau im Sinne der Gendermedizin. Die wichtigste Grundlage bildet das Verständnis von Yin und Yang. Wir betrachten sie nicht als Gegner, sondern als Gegensätze dieser Welt, die nach chinesischer Auffassung untrennbar zusammengehören und so ein gemeinsames „Ganzes“ bilden

Wir kennen zum Beispiel das weibliche yinige Essen als das leichtige, saftige oder das gemüsige Essen. Und das männliche das yangige Essen, mehr das Fleisch, das Heiße, Gebratene und Gegrillte. Wir arbeiten mit dem Gleichgewicht von Yin und Yang, deswegen ist es zum Beispiel ideal wenn du ein Stück Fleisch mit Gemüse kombinierst. Bei scharfen Speisen können wir mit einem yinigen Joghurt ausgleichen, kühlen und beruhigen.

Das Gegensatzpaar Yin und Yang ist sowohl für die Lebensweise von Gesunden als auch für die Diagnostik und die anschließenden Empfehlungen entscheidend.

In der Ausbildung zur integrativen Ernährungsexpertin widmen wir uns in einem Modul auch dem Thema Genderfood/ Gendermedizin, gerade hier bietet die TCM ein differenziertes Diagnosespektrum.

Die größte Herausforderung besteht oft noch darin eine Ernährung konsequent beizubehalten oder überhaupt umzusetzen. Ich möchte dich und deine Kund:innen darin unterstützen. Du lernst verschiedene Ernährungsweisen kennen und erforschst, was deine Klient:innen gut nährt, intuitiv aber auch basierend auf einer ganzheitlichen Sicht auf den Menschen. In ihren Beratungen helfen sie dann anderen zum Beispiel dabei sich auf ihre individuellen und körperlichen Reaktionen einzustellen.

Es ist so wichtig, den eigenen Instinkten zu folgen anstatt angesagten Trends hinterherzurennen. Wir sollten uns wirklich noch viel mehr ermutigen, den Essenstil zu wählen, der uns energiegeladen, zufrieden und frei von Beschwerden macht.

Glaub mir, die Möglichkeiten sind hier endlos.

 

Rezept für SIE und IHN

Fleischbällchen mit saftigem Kraut oder Wirsing

 

ZUTATEN

Für die Fleischbällchen:  250 g Rinderfaschiertes(hack), 1 El Senf, Pfeffer aus der Mühle, 1 Prise Salz, 1 Ei, 1 El Majoran, 2 EL Semmelbrösel

Kraut/Wirsing: 1 kleiner Kopf Kraut, Wirsing od. Weißkohl, 1 EL Rapsöl, 1,5 l Gemüsebrühe, 250 g Kartoffeln, 1 TL Kümmel, Salz, Pfeffer

ZUBEREITUNG

Das Faschierte mit Senf, Ei, Pfeffer, Salz, Majoran und Semmelbröseln vermischen. Aus der Masse kleine Bällchen formen und in Olivenöl auf allen Seiten goldbraun braten.

Kraut, Wirsing od. Weißkohl vierteln, in Streifen schneiden und in Öl scharf anbraten, mit Gemüsebrühe ablöschen und zum Kochen bringen. Bei niedriger Temperatur ca. 20 Minuten köcheln lassen.

Kartoffeln schälen, vierteln, in Scheiben schneiden und zum Kraut geben, dann mit Salz, Kümmel und Pfeffer würzen. Weitere 20 Minuten köcheln lassen. 

Erst in den letzten 10 Minuten die Fleischbällchen hinzufügen und den Eintopf nochmals abschmecken.

 Tipps

Die vorbereiten Fleischbällchen eignen sich auch gut als (Schul-)Jause.

Dieses Essen ist gut für die Eisen- und Sauerstoffversorgung im Körper.

 

 

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Claudia

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