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Den Ernährungsmythen auf der Spur – Teil 2

Dec 16, 2021

Du erinnerst dich noch an die Ernährungsmythen Teil 1? Vielleicht waren schon einige Aha Momente dabei und auch deine Kund:innen konnten von deinem Wissen profitieren. Wenn es um Marketingversprechen oder neue Geschichten rund um das Thema Ernährung geht, hilft ein gutes Bauchgefühl, Ernährungswissen aber auch eine gründliche Recherche um die essentiellen Informationen herauszufiltern die für dich und deine KundInnen wichtig sind.

Besonders wichtig ist es mir dich auf diesem Weg zu unterstützen, dir Klarheit und wissenschaftlich fundiertes Wissen mit an die Hand zu geben. Heute teile ich weitere Ernährungsmythen mit dir, damit du für deine Klient:innen sofort eine kompetente, seriöse und sichere Antwort parat hast.

Um diese Ernährungsmythen geht es heute

  1. Kartoffeln machen dick
  2. Kaffee ist ungesund
  3. Rohkost ist besser als gekochtes Gemüse

 

Ernährungsmythen: Kartoffeln machen dick!

Entgegen der geläufigen Meinung sind Kartoffeln keine Dickmacher, sondern Sattmacher – es sei denn, man bereitet sie mit viel Butter, Schlagobers, Käse oder Öl zu. Wer abnehmen will, sollte auf jeden Fall Kartoffeln bevorzugen: 100 Gramm gekochte Nudeln (Hartweizen) enthalten 150 Kilokalorien, 100 Gramm gekochte Kartoffeln nur 70.

1950 haben wir noch 180 Kilo Kartoffeln pro Kopf und Jahr gegessen. Im vergangenen Jahr waren es nicht mal mehr 60 Kilo. Reis und Nudeln haben die Kartoffeln zunehmend von unserem Teller verdrängt. Das haben sie nicht verdient!

Nicht nur wegen ihrer Vielfalt – nur Kartoffel kann man zu Knödel formen oder zu Brei stampfen – auch wegen ihrer Inhaltsstoffe sind Kartoffeln kaum zu schlagen. Neben Mineralstoffen wie Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen und einer ordentlichen Dosis Vitamin C enthalten sie viele B-Vitamine, die bei Reizbarkeit und schlechtem Schlaf helfen können.

Einige Daten bezüglich des Nährstoffgehalts von Kartoffeln:

  • Kartoffeln bestehen zu 78 % aus Wasser, enthalten rund 15 % Kohlenhydrate (Stärke), 2 % Eiweiß, 0,1 % Fett, und 2 % Ballaststoffe. Außerdem sind sie reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.
  • Ihr hoher Gehalt an Stärke macht schnell satt. Erst durch Erhitzen wird die rohe Kartoffelstärke für den menschlichen Organismus verdaulich gemacht.
  • Eiweiß liefern die Kartoffeln zwar in bescheidener Menge, jedoch ist das Kartoffeleiweiß sehr hochwertig. Von allen pflanzlichen Eiweißlieferanten verfügen die Kartoffeln über den höchsten Anteil an verwertbarem Eiweiß.
  • Kartoffeln sind reich an Eisen, Kalium, Magnesium, Vitamin B1, Vitamin B2 und Vitamin C. 2-3 Kartoffeln decken ein Viertel des Tagesbedarfs an Magnesium und die Hälfte des Tagesbedarfs an Vitamin C ab. Durch ihren hohen Gehalt an Vitamin C stärken sie die Abwehrkräfte. Der Kaliumgehalt der Kartoffeln übertrifft den der Bananen. Sie tragen zur Senkung des Blutdrucks und der Regulation des Wasserhaushalts im Körper bei.
  • Kartoffeln sind frei von Cholesterin und enthalten nur wenig Fett.

Kartoffeln möglichst schonend zubereiten

Die Vitamine und Mineralstoffe befinden sich direkt unter der Schale von Kartoffeln. Damit die Nährstoffe erhalten bleiben, sollten Kartoffeln nur kurz gewaschen werden und mit der Schale gegart werden. Anschließend sollten diese so dünn wie möglich geschält werden. Möchte man die Kartoffeln vor dem Kochen schälen, so empfiehlt sich die Kartoffeln kurz vor dem Garen dünn zu schälen, in wenig Wasser zu kochen und nach dem Kochen niemals zu lange in heißem Wasser stehen zu lassen. Beim Backen von Ofenkartoffeln mit Schale bleiben alle Nährstoffe erhalten. Vorsicht auch bei zu großer Hitze. Die Herdplatte bzw. Backofen sollten niemals über 180°C eingestellt sein.

Hinweis: Kartoffelschalen und grüne Kartoffeln enthalten im Vergleich zu den geschälten Kartoffeln, bei denen die Konzentration ungefährlich ist, ein Mehrfaches an Alkaloiden (diese werden von Pflanzen als Abwehrmittel gegen Fressfeinde gebildet), vor allem das für Nachtschattengewächse übliche giftige Solanin. Dieses wird auch durch das Garen nicht abgebaut! Deshalb sollte man Kartoffelschalen nicht in größerer Menge verzehren. Grüne Kartoffeln sind ebenso wie rohe Kartoffeln nicht für den Verzehr geeignet! Beim Garen von Kartoffeln gelangt das Solanin teilweise ins Kochwasser, weshalb man dieses besser wegschüttet und nicht weiterverwendet.

Ernährungsmythen: Kaffee ist ungesund

Kaffee verströmt einen wunderbaren Duft, viele lieben dieses aromatische Getränk und trinken ihn gleich am Morgen auf nüchternen Magen. Kaffee gehört zu den beliebtesten Getränken weltweit. Jeden Tag werden über 2 Milliarden Tassen getrunken.  Aber ist das auch gesund?

Als integrative Ernährungsexpertin empfehle ich dir:  Starte mit ein bis zwei Tassen heißem Wasser in den Tag. So kannst du gleich in der Früh den Flüssigkeitsspeicher wieder füllen, den Stoffwechsel ankurbeln und so können auch die Giftstoffe aus dem Körper besser abtransportiert werden. Kaffeetrinken auf nüchternen Magen kostet viel Energie und Leber und Niere müssen durch den Kaffee wieder neu entgiften.  Warmes Wasser ist also für mich die bessere Wahl am Morgen, denn damit stärkst du deinen Körper und gibst ihm Kraft für den Tag.

In vielen Fällen kann sich Kaffee positiv auf die Gesundheit auswirken, dies schlussfolgerten britische Forscher anhand von 200 Studien. So steht ein moderater Konsum in Verbindung mit einem reduzierten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ratsam ist es die gesundheitsfördernde Wirkung des Kaffees im Zusammenhang mit anderen Faktoren zu betrachten, wie zum Beispiel Bewegung und die Ernährung.


Die ganzheitliche Betrachtung deiner KlientInnen lernst du auch in meinem Lehrgang zur integrativen Ernährungsexpertin.

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Für die Mehrheit ist der Kaffeekonsum unbedenklich, aber für Menschen die unter chronischer Müdigkeit, starkem Stress oder einer Nebennierenschwäche leiden, kann es den Erschöpfungszustand verstärken:

Das im Kaffee enthaltene Koffein macht munter, erhöht die Herztätigkeit und den Blutdruck. Kurzfristig wird dadurch auch die Leistung gesteigert. Sobald diese Stimulation aber nachlässt, ermüdet man doppelt so stark. Der Kaffee fördert nämlich die Ausschüttung von Cortisol. Zunächst steigt der Cortisolspiegel stark an und nimmt dann stark ab, dies kann eine starke Erschöpfung zur Folge haben.

Kaffee wird auch gern gegen den Hunger zwischendurch eingesetzt. Die im Kaffee enthaltene Chlorogensäure stimuliert die Produktion von Magensäure und dämpft das Hungergefühl. Mittelfristig kann das aber Heißhunger auslösen. Deswegen trinke ich meinen Kaffee lieber im Zusammenhang mit einer Mahlzeit.

Zusammengefasst ist Kaffee durchaus erlaubt, es sollten aber nicht mehr als zwei bis drei Tassen täglich sein. Schwangere sollten nur sehr wenig Kaffee - besser keinen -  trinken (nicht mehr als 1-2 Tassen pro Tag), denn der Kaffeekonsum kann das Risiko für ein niedriges Geburtsgewicht und eine Fehlgeburt erhöhen.

Meine Kundin Anna berichtete mir, dass sie sich ihren Kaffee als Belohnung für ihren persönlichen Genussmoment fürs Wochenende aufhebt. Den Kaffee zum reinen Genuss zu sich zu nehmen? Genial – denn die Gier auf Kaffee oder die Suche nach dem Wachmach-Kick am Morgen kann auch ein Zeichen für ein überlastetes System oder ein Ungleichgewicht im Körper sein.

Ernährungsmythen: Rohkost ist besser als gekochtes Gemüse

Auch wenn du immer wieder hörst oder liest, wie wichtig Rohkost ist, rohe Getreideflocken im Müsli, rohes Gemüse (z.B. Gurken, Tomaten, Paprika, Radieschen), Salate und Obst sind nicht jedermanns Sache. Sehr viele Menschen vertragen diese Lebensmittel schlecht. Sie bemerken es, wenn Sie nach einer Mahlzeit oft aufstoßen müssen, an Völlegefühl, großer Müdigkeit oder Blähungen leiden.

Auf den ersten Blick erscheint es vielleicht gesund, aber wer einen empfindlichen Magen hat, sollte erst einmal vorsichtig mit der Rohkost sein. Leichter bekömmlich werden die Lebensmittel durch Dünsten oder Dämpfen. Achte dabei darauf, dass das Gemüse noch bissfest ist. Ab 14 Uhr iss nur noch gegartes Gemüse, da sich Rohkost am Abend von empfindlichen Personen schwerer verdauen lässt.

Die Wirkung von rohem Gemüse und Obst in der TCM ist kühlend und befeuchtend. Daher ist Rohkost bei häufigem Frieren, kalten Füßen, der Neigung zu Durchfall, bei Übergewicht und Flüssigkeitsansammlungen nicht zu empfehlen, denn es schwächt deine Mitte.

Frage deine Kund:innen einmal was Ihnen gut tut, denn das entscheidet ihr Bauch und Körper. Empfehle Ihnen einmal Rohkost zugunsten von Suppen, Eintöpfen, gedünstetem Gemüse, Antipasti-Gemüse, Kompott oder Fruchtmuss zu reduzieren.

Dir fehlt das passende Rezept?

Rezept für Mittag oder Abend, passend in der kalten Jahreszeit

Karotten-Brokkoli-Hühnerpfanne mit Basmati-Reis

Zutaten für 2 Portionen

(E) 1 Handvoll Brokkoliröschen, 4 Karotten, einige Blätter Chinakohl, 2 EL Rapsöl oder Olivenöl
(M) 1 Tasse Basmati-Reis, Pfeffer aus der Mühle, 1 Zwiebel
(W) 2 Tassen Wasser, Salz
(H) ½ Bund Petersilie, 250 g Hühnerfilet
(F) 1 TL Curcumapulver, ½ TL Bockshornkleesamenpulver

Reis mit Wasser und einer Prise Salz in einem Topf erhitzen, aufkochen lassen und dann auf kleiner Flamme 15-20 Minuten ausquellen lassen.

Hühnerbrust waschen, trocken tupfen und in dünne Streifen schneiden. Öl in einem Wok oder in einer Pfanne erhitzen. Hühnerstreifen zugeben und scharf anbraten. Mit Curcuma würzen und einige Minuten braten. In der Zwischenzeit Brokkoli waschen und in mundgerechte Stücke zerteilen; Karotten putzen, waschen und in Scheiben schneiden. Brokkoli und Karotten zum Huhn geben und unter Umrühren knackig anbraten. Zwiebel schälen, halbieren, in Halbkreise schneiden und in die Pfanne geben. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Petersilie waschen, fein hacken und mit dem Bockshornkleesamenpulver in die Pfanne geben. Zum Schluss den Chinakohl waschen, zusammenrollen, in Streifen schneiden und kurz mit braten. Reis auf zwei Teller verteilen und mit der Huhn-Gemüse-Mischung servieren.

Info: Hühnerfleisch ist sehr nährend und tonisierend. Gemeinsam mit dem Gemüse stärkt es unsere „Mitte“, das sind unsere Organe Milz und Magen. Chinakohl unterstützt zusätzlich unsere Lunge, somit eine gute Vorbeugung vor Erkältungen.

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