Dr. Claudia Nichterl - Akademie für integrative Ernährung

Wie integrative Ernährung bei Rheuma hilft!

Aug 25, 2022

„Wenn ich das früher gewusst hätte, dann wäre mir dieser lange Leidensweg erspart geblieben“

So schilderte es meine Kundin Michaela. Sie litt bereits über 5 Jahren an rheumatischen Beschwerden, an schlimmen Schmerzen in Knie, Finger- und Handgelenken bevor sie zu mir kam. Die Therapie mit Cortison-Spritzen brachte nur eine kurzzeitige Verbesserung. Sie bewegte sich wenig und nahm stetig zu. Als sie über 100 Kilo auf die Waage brachte und ihr Leidensdruck enorm hoch war, trat sie erstmalig mit mir in Kontakt. Mit der integrativen Ernährungstherapie konnte ich sie gut abholen und dazu beitragen, dass sie die schlimmen Schmerzen in den Griff bekam.

Hier erfährst du wie du mit einer antientzündlichen integrativen Ernährung rheumabedingte Schmerzen lindern kannst - das ist eine tolle Ergänzung im Gesundheitswesen. Nimm dir gleich einen Notizblock und schreib dir die Maßnahmen auf, die du weitergeben oder gleich selbst umsetzen möchtest.

 

In diesem Blogartikel

  1. Definition
  2. Die richtige Ernährung bei Rheuma - werde zum Rheuma Manager
  3. Die rheumatische Erkrankung als Beispiel für integrative Ernährungstherapie
  4. Kochen gegen die Schmerzen – Mein Rezepttipp

 

Was ist Rheuma

Mit der rheumatoiden Arthritis ( Rheuma) handelt es sich um eine chronische entzündliche Gelenkerkrankung. Sie zählt zu den schwerwiegendsten Formen der Arthritis und kann den ganze Körper befallen. Dabei handelt es sich um ein Autoimmunerkrankung. Die Krankheit richtet sich gegen den eigenen Körper, das heißt das Immunsystem bekämpft durch eine Fehlsteuerung körpereigenes Gewebe. Noch ist nicht genau geklärt, wodurch die Erkrankung verursacht wird, vermutlich aber durch Viren, sowie hormonelle, genetische und ernährungsbedingte Faktoren. Immunsuppressiven Medikamenten (z.B. Cortison) kommen in der Therapie zum Einsatz, aber auch eine Ernährungsumstellung steht zunehmend im Fokus der Therapien. Der Lebensstill kann auch in der Prävention von Rheumaerkrankungen eine  wichtige Rolle spielen.

 

Der Lebensstil kann bei der Entwicklung von rheumatischen Erkrankungen sehr wichtig sein.

 

Die richtige Ernährung bei Rheuma - werde zum Rheuma Manager 

Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt auf eine vollwertige Ernährung zu achten.

Wichtig ist aber auch eine entzündungshemmende Ernährung mit Omega-3-Fettsäuren, vielen pflanzlichen Mineralstoffen und Antioxidantien.

Die wichtigsten Lebensmittel für dich auf einen Blick: 

  • Fisch ist ein ausgezeichnetes Nahrungsmittel für Betroffene von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.
  • Ein gute Basisernährung aus reichlich Gemüse, gutem Eiweiß - etwa aus Nüssen und Hülsenfrüchten - und hochwertigen pflanzlichen Ölen - etwa Lein- und Weizenkeimöl, Olivenöl extra vergine - sowie zuckerarmen Obstsorten bestehen.
  • Antioxidantien in Gemüse, Gewürzen und Kräutern können die Entzündungsaktivität unterdrücken: Ingwer, Curry, Kümmel und Knoblauch sind Antioxidantien, die Rheuma-Betroffenen helfen können.
  • Polyphenole im Grüntee, Beeren, Brokkoli hemmen die Entzündung
  • Bei entzündlichen Krankheiten sollten Öl-Präparate nicht fehlen: Entzündungshemmend wirken die essentiellen Fettsäuren DHA und EPA, sie sind in fettreichem Seefisch wie Lachs, Hering und Makrele enthalten, aber auch in Fisch- und Algenöl, welches oft frei von Schadstoffen und kontrolliert sind. Im Fischöl befindet sich Eicosapentaensäure (EPA) – eine Fettsäure, die Studien zufolge eine deutliche Besserung der Erkrankungen bewirkt. Klinische Tests zeigen: 800 Gramm Fisch pro Woche können zu leichten Verbesserungen der Anzahl geschwollener Gelenke und der Schmerzstärke führen.
  • Wenig Zucker, wenig schnelle Kohlenhydrate aus Back- und Süßwaren
  • Fleisch höchstens 2x die Woche, Geflügelfleisch bevorzugen
  • Oft fehlen Rheumatikern folgende Nährstoffe: Vitamin E, Selen, Zink, Kupfer, B-Vitamine

 

Auf welche Lebensmittel sollte man bei Rheuma verzichten?
  • Entzündungsfördernde Lebensmittel: Weißmehl, Weizenprodukte, Schweinefleisch
  • Generell sollte nicht zu viel Arachidonsäure über die Nahrung aufgenommen werden. Diese wirkt entzündungsfördernd und begünstigt Gelenkentzündungen: Arachidonsäure befindet sich ausschließlich in Nahrungsmitteln tierischer Herkunft – also in Fleisch- und Wurstwaren, Milch und Milchprodukten, Eiern. Die maximal empfohlene Wochenmenge ist schon bei zwei kleinen Fleischmahlzeiten pro Woche erreicht.
  • Unfermentierte Sojaprodukte (Sojamilch, -joghurt oder Tofu)

 

 Lebensmittel können auch die medikamentöse Therapie ergänzen. Sie beeinflussen rheumatische Leiden und Begleiterkrankungen positiv – so können sie etwa den Entzündungsprozess mildern oder Knochenschwund vorbeugen (wichtig bei Osteoporose).

 

Ein Beispiel für integrative Ernährungstherapie: Rheumatische Erkrankung

Chronisch-entzündliche rheumatische Erkrankungen sind meist Systemerkrankungen. Die ganzheitlichen Behandlungsansätze unterscheiden verschiedene Rheumaformen mit unterschiedlichen Ursachen. Integrative Ernährungstherapie orientiert sich individuell am allgemeinen Gesundheits- und Ernährungszustand, am Alter, an den auftretenden Beschwerden und den Begleiterkrankungen.

Gute Studien gibt es seit Jahrzehnten zu erfolgreich angewendeten antientzündlichen Ernährungsmaßnahmen: wie antientzündliche Ernährung, Heilfasten oder Ernährungstherapie nach TCM. Unterstützend werden Akkupunktur, Arzneimittel aus der Pflanzenheilkunde, Kräuter-Dekokte, Darmsanierungsmaßnahmen (z.B. mit Probiotika), Bewegungstherapie, Kneipp-Anwendungen etc. eingesetzt. Der interdisziplinäre multimodale Therapieansatz kann dazu beitragen, den Bedarf an Analgetika, nichtsteroidalen Antirheumatika, Cortison etc. gering zu halten.

 

Integrative Ernährungstherapie bei Rheuma

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Kochen gegen Rheuma-Schmerzen – Mein Rezepttipp

Gegrillter Saibling mit Zucchini-Pfirsich-Salsa

Für 4 Portionen: 600 g Saibling, 1 EL Olivenöl, Salz, Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zucchini-Pfirsich-Salsa: 1 Frühlingszwiebel, 1 Dose Kichererbsen abgetropft, 2-3 Pfirsiche in Stücke geschnitten, 2-3 Zucchini, entkernt, geschält in Stücken, 5 EL Koriandergrün gehackt, 1 TL Bio Zitronenschale, 2 EL Zitronensaft, 2 TL Hanföl

  1. Backofen auf 200° vorheizen. Saibling und die Zucchiniwürfel auf ein Backblech legen, Fisch mit Öl bepinseln und mit Salz und Pfeffer bestreuen. Im Ofen 15-20 Min. backen, bis der Saibling glasig wirkt, an der Oberfläche gebräunt ist und beim Einstechen mit einer Gabel in Segmente zerfällt. 
  2. Für die Salsa: Gegarte Zuchinistücke, Pfirsiche, Kichererbsen, Koriander, Zitronenschale, Zitronensaft und Hanföl in eine Schüssel geben und alles gut vermengen.
  3. Fisch mit der Salsa anrichten. Dazu nach Belieben Kartoffeln und einen grünen Salat servieren.
  4. Tipp! Die Kartoffeln kann man zeitgleich, in Scheiben geschnitten mit dem Fisch im Ofen garen.

 

Meine Kundin Michaela weiß nun was es heißt sich antientzündlich zu ernähren, 20 Kg sind schon runter und Schübe hatte sie seit der Ernährungsumstellung nicht mehr. Beispiele wie das von Michaela fließen LIVE aus der Ernährungsberatung in die Ausbildung mit ein und sind wertvolles Wissen aus über 20 Jahren Erfahrung die ich mit meinen Student:innen teile.

 

 

Ich freue mich und sage von Herzen Danke, dass du all diese Informationen annimmst und weiter trägst. Denn: der Mund ist das Tor zur Gesundheit. Jeden Tag auf´s Neue.


herzlichst,

Claudia

und das Team der Akademie für integrative Ernährung

 

Für Informationen zu den Ausbildungsmöglichkeiten erreichst du uns hier.

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