Samtig, weich & geschmeidig: gute Ernährung für deine Haut

Mar 24, 2021
 

Rote Flecken, trockene Haut, Pickel, Juckreiz oder geschwollene Stellen – kennst du das? Die Haut wird im Volksmund als „Spiegel der Seele“ bezeichnet. Sie ist das größte Organ des Menschen und gleichzeitig das nervenreichste Organ. Ihr wird ziemlich viel zugemutet, zurzeit insbesondere durch den Kontakt mit Desinfektionsmitteln. Über die Haut werden Gefühle sichtbar, so löst z.B. Furcht eine Gänsehaut aus oder wir erröten vor Scham oder Aufregung. Oft wird die Sprache des Organs Haut aber nicht verstanden, dabei wäre dies dringend notwendig, denn Hautkrankheiten sind auf dem Vormarsch. Laut Angaben der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) leiden jedes Jahr 2 Millionen Kinder und 2,5 Millionen Erwachsene an Neurodermitis. In den USA verzeichneten Studien die Verbreitung der Neurodermitis bei Erwachsenen schon bei sieben bis zehn Prozent der Bevölkerung.

Die Ursachen für Hauterkrankungen werden divers diskutiert und sind natürlich je nach Hauterkrankung unterschiedlich. Oft wird jedoch nicht beachtet, dass sich - und wie sich unsere Ernährung auf die Gesundheit unserer Haut auswirkt. Die Erfahrung mit meinen KundInnen zeigt: Die Integrative Ernährung ist ein wichtiger Aspekt zur Unterstützung der Hautgesundheit und ein wichtiger Schlüssel um die Haut wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Die Haut in der TCM

Die Haut wird nach TCM der Lunge zugeordnet. Sie befeuchtet die Haut, das heißt sie verteilt Qi und Flüssigkeit in den Raum zwischen Haut und Muskeln. Dieses so verteilte Qi wirkt wie ein Schutzschild gegen pathogene Faktoren (Wind, Kälte, Hitze, Feuchtigkeit, Trockenheit), die eindringen wollen (Wei-Qi). Anders ausgedrückt, ist die Lungenfunktion im Sinne der TCM gut, so wird man nicht so leicht krank. Eine Störung des Lungen-Qi führt zu einer Flüssigkeitssammlung (Ödeme) in der oberen Körperhälfte. Dies hat dann eine Störung der Wasserzirkulation zur Folge, die zum Beispiel am Morgen an geschwollenen Augenlidern sichtbar wird.

Die Haut spiegelt also deine Lungen Energie, aber auch dein emotionales Gleichgewicht, deine Verdauungs- und Abwehrkraft wider. Bei allen Hautproblemen besteht eine enge Verknüpfung zur Darmgesundheit.

Emotionalen Belastungen zeigen sich in Form von Hitze im Körper; diese sucht ihren Weg nach draußen und sorgt für Hauterscheinungen wie Rötungen, Juckreiz oder Ausschlag.

Junge Menschen neigen oft zu großer Hitze in der Lunge und im Magenbereich. Die Folge ist oft unreine Haut oder Akne durch eine gesteigerte Talgproduktion. Die Ursachen hierfür sind hormonelle Umstellungen, Stress, starke Belastungen oder auch die Vorfreude auf ein besonderes Ereignis welches zur Bluthitze führen kann.

Egal welche Hautprobleme dir zu schaffen machen, solltest du deine Essgewohnheiten genauer unter die Lupe nehmen.

Bei Hitze im Körper, die sich durch Rötungen, Entzündungen, gerötete Augen, innere Unruhe äußert, empfehle ich dir die Hitze durch die richtige Ernährung zu kühlen:

Gute Ernährung für die Haut - Meine 6 Tipps bei Hauterkrankungen durch Hitze

 

  1. Mitte stärken

 

Eine Ursache von Hauterkrankungen ist oft eine geschwächte Mitte. Wie du deine Mitte stärkst ... hier ein paar Beispiele dafür

  • Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König, Abendessen wie ein Bettler
  • Regelmäßig essen und kochen, in Ruhe und gut kauen
  • Mindestens 4-5 Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten
  • Auf gute Qualität achten –frische Lebensmittel bevorzugen, insbesondere viel frisches Gemüse
  • Mit Freude und Genuss essen!!!!
  • „zu süß“ und „zu kalt“ meiden

 

  1. Lebens- und Ernährungsstil

Bist du geneigt schnell und hastig zu essen? Hast du es gerade stressig?

Vermeide: hektisches Essen, Sorgen beim Essen zu besprechen, Diskussionen beim Essen, sofort nach dem Essen angestrengt zu arbeiten, zu schnell, zu viel, zu oft, zu unregelmäßig, spätabends oder nachts essen, abends große Fleischmengen, Mahlzeiten auslassen, trockene Nahrung und Speisen, salzige Nahrung

 

  1. Die Milz stärken

Ich empfehle dir mit gesüßten Nahrungsmitteln, Genussmitteln (Kaffee, grüner Tee, Alkohol), Rohkost und eisgekühlten Speisen und Getränken zurückhaltend umzugehen, denn diese Lebensmittel schwächen die Milz und fördern die Schleimbildung und Feuchtigkeit.

Bitte vermeiden:

  • Wild, Lamm
  • Chili, Curry, Knoblauch, Pfeffer, Nelken, Paprikapulver, Anis, Kümmel, Muskat
  • Alkohol, Kaffee, Rauchen
  • Schweinefleisch, Wurstwaren, Schimmelkäse
  • Geschmacksverstärker, Zusatzstoffe, Gewürzmischungen
  • Zitrusfrüchte
  • Meeresfrüchte
  • Nüsse, Erdnüsse

Reduzieren:

  • Milchprodukte, vor allem in Kombination mit süß (Fruchtjoghurts..)
  • Süßigkeiten, Zucker oder Limonaden
  • Rohkost im Übermaß, häufige Brotmahlzeiten
  • zu viel Weizenprodukte (Nudeln, Gebäck, Weckerl….)
  • Nüsse (ausgenommen Mandeln)

 

  1. Im Schlaf die Haut besänftigen

Für ausreichend Schlaf und eine gute Schlafhygiene sorgen. Regeneriert der Körper sich nicht über Nacht, wird die Entstehung von Bluthitze begünstigt. Den Schlaf fördern durch: Tees mit Melisse, Lavendelblüten, Rosenblüten, Orangenblüten und Kompotten sowie Mus.
Tipps für einen guten Schlaf findest du am aktuellen Blog: Endlich gut schlafen

 

  1. „Blut“ bzw. Hitze kühlen

Das traditionelle Heilwissen bietet wahre Schätze an. Mit der thermischen Wirkung der Lebensmittel bewusst die die Hitze kühlen. Daher vermehrt diese Lebensmittel in den Speiseplan einbauen.

  • Grünes Blattgemüse: Spinat, Mangold, etc.
  • Rote Rübe, Karotte, Adzukibohnen
  • Bocksdornfrüchte / Goji Beeren, Rote Datteln
  • Kräuter: Pfefferminze, Petersilie, Kresse, Kerbel, Brennnessel, Crysanthemenblüten, etc.
  • Tofu, wenig Fleisch, Leber, heimische Fische
  • Reis: Basmati Reis hilft Nässe und Feuchtigkeit zu transformieren und aufzulösen. Rundkornreis stärkt das Qi, eliminiert Hitze und leitet Toxine aus, vertreibt Nässe und Feuchtigkeit, reguliert und bewegt das Qi.
  1. Gute Nährstoffversorgung

Auf gute Nährstoffe und eine entzündungshemmende Ernährung achten. Zink, Vitamin B6, Omega-3 Fettsäuren und Beta Karotin sind der wissenschaftliche Ansatz zur Hautgesundheit.

  • Das Mineral Zink (enthalten in Hühnerfleisch, Tofu) steigert die Abwehrkräfte und kann durch seine Beteiligung am Hormonstoffwechsel sowie an Heilungsprozessen ebenfalls die Hautgesundheit verbessern
  • Das in Bananen, Kartoffeln und Lachs enthaltene Vitamin B6 wirkt regulierend auf die Menge der Hormone, die z.B. an der Entstehung von Akne beteiligt sind
  • Gute Quellen von Omega-3 Fettsäuren wirken entzündungshemmend: Hochwertiges Lein-, Hanföl, Algenöl oder Omega3 haltigen Fisch (Lachs, Makrele, Hering)
  • Beta Karotin (Aprikosen, Spargel, Süßkartoffeln, Winterkürbis) kann die Tätigkeit der Talgdrüsen beeinflussen und drosselt daher die Talgproduktion bei Akne

 

Rezept bei Hitzesymptomen

Birnenkompott mir Reis

Zutaten für 2 Portionen: 4 süße Birnen, 150 ml Apfelsaft, 1-2 EL Gerstenmalz o. Honig, 1 Prise Bourbon-Vanille, 2 TL Leinöl, 100 g Reis, 1 TL Ingwer (frisch gerieben), 300 ml Wasser, 1 Prise Salz,  Saft einer Bio-Zitrone, 1 Prise Kakaopulver

Zubereitung

Wasser in einem Topf erhitzen, Reis zugeben und aufkochen. Zugedeckt bei kleiner Hitze für 15 Minuten weichkochen.

 Inzwischen Birnen vierteln, entkernen, schälen und in Scheiben schneiden. Den Apfelsaft in einem weiteren Topf erhitzen. Birnenscheiben mit Gerstenmalz, Vanille, Ingwer, Salz, Zitronensaft, Kakaopulver im Apfelsaft einige Minuten zu einem Kompott einkochen.

Reis in zwei Frühstücksschalen verteilen, Birnenkompott und je 1 TL Leinöl darauf verteilen und anrichten.

 

 


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